Bercht von Trenkelburg ist von mittlerer Größe, seine Statur wirkt massig und kantig. Er hat weite Schultern, einen breiten Brustkorb, mächtige Arme, große, schwielige Hände und Beine wie Steinsäulen. In nunmehr seinem einundvierzigsten Jahr, flieht ihm das dichte braune Haar langsam von der Stirn, der sorgsam gestutzte Bart ist jedoch noch voll, auch wenn ihn zunehmend helle Strähnen durchziehen.Gekleidet ist Bercht meist in schwere Wollhosen, ein weites geschlitztes Lederhemd und einen schwarzen Schlapphut. Auf See und im Winter wird man ihn niemals ohne seine schwere Seejacke aus Robbenfell antreffen. Im Gürtel trägt er immer ein schweres Langmesser.
Charaktereigenschaften
Berchts robuste Statur, seine derbe Art und sein Kokettieren mit seiner Rohheit verdecken häufig, dass er nicht nur eine höfische Bildung genossen hat, sondern darüber hinaus auch ein sehr umgänglicher Mensch und von einem scharfen Geist beseelt ist. Meist verdeckt Berchts offen zu Tage gestellte Einfachheit seine Intelligenz und die Tiefe seines Charakters; aufmerksamen Beobachtern entgeht das kluge Funkeln der stahlgrauen Augen aber nicht und sie verstehen die selbstironische Rede Berchts als das was sie ist.
Hintergrund
Geboren im Jahre 967 als Bastardsohn des Weidenschen Freiherrn Hartmann Albungen zu Rotwasser, wurde Bercht in seiner Jugend auf die Kriegerakademie "Schwert und Schild" zu Baliho gesandt, von der er jedoch im Alter von 17 Jahren wegen ungeziemen Verhaltens verwiesen wurde. Anschließend verdingte sich Bercht einige Sommer als Sergeant im Aufgebot des Andergaster Junkers Tomas von Absberg, bevor er, angelockt vom Ruf des Goldes und der Freiheit, mitsamt seinem besten Freund Theis von Kossling, ins Svelltsche zog. Dort suchten sie einige Jahre ihr Glück als Goldsucher, Abenteurer und Glücksritter, was ihnen einen nicht unerheblichen Wohlstand einbrachte. Keine vier Jahre später ließ sich Bercht zu einem Verwahrer der Grenzlande wählen. Er errichtete eine kleine Festung, die Trenkelburg, in der Nähe von Svellmja und scharte eine schlagkräftige Gruppe hartgesottener Männer und Frauen um sich, die sich die "Fahlen Reiter" nannten und sich um Recht und Ordnung in den wilden Sumpf- und Ödlanden des Svelltschen mühten. Schließlich jedoch übergab er das Siegel des Verwahrers ebenso wie das Kommando über die "Fahlen Reiter" an seine Sergeantin, Minka von Gashok, und zog mit Theis nach Westen.
Als sie in Thorwal ankamen, wartete bereits der Gischtsäufer auf sie, das Schiff, dessen Bau Bercht zwei Jahre zuvor in Auftrag gegeben hatte. Mit diesem Gefährt schippern Bercht und Theis seit fünf Jahren über das Meer der Sieben Winde und sie halten sich als freie Kaufleute und Abenteurer zur See über Wasser. Sie handeln mit Allem, das sie günstig ein- und mit einem Gewinn wieder verkaufen können: ob nun Wolle oder Lebensmittel, Wein oder Erz. Da sie sich keinem Herrn verpflichtet fühlen, sind sich auch für Schmuggelfahrten nicht zu schade, zumal hier mit großem Einsatz ein hoher Gewinn zu machen ist. Daher ist der Gischtsäufer mit einer Reihe geheimer Laden, doppelter Böden und versteckter Kammern ausgestattet, in der Waffen, Pelze und Bernstein gelagert werden können.
Das jüngste Abenteuer erlebten Theis und Bercht im Herbst des Jahres 1006, als sie in einer wahnwitzigen Tat die nostrische Prinzessin, Yasmina Araloth kurz vor ihrer Vermählung raubten und nach Daspota verbrachten, wo die junge aber halsstarrige Schönheit sich vor der Zwangsheirat mit einem mittelreichischen Fürsten verbergen wollte. Auf der Rückfahrt von Daspota wurde der Gischtsäufer jedoch von zwei nostrischen Kriegskoggen gestellt und in einem Gefecht im Nebel vor der Thorwalschen Küste schwer beschädigt. Nur der glücklichen Fügung und Efferds Launen ist es zu verdanken, dass Kapitän Phileassons Seeadler zur Hilfe eilte und den Gischtsäufer und seine Mannschaft nach Thorwal geleitete. Dort liegt der Kahn nun im Dock und es wird wohl ein ganzes Jahr benötigen bis er wieder einsatzbereit ist...
Aspekte
- "Nach zwanzig Jahren im Svelltschen Dreck!"
- Kapitän des Gischtsäufers
- "Ich kenne da jemanden in ...hafen!"
- "Lass Bercht man machen!"
- Hart im Nehmen
- Rauhbein mit Herz und Verstand
- "Dieser Phileasson hat mir den Arsch gerettet!"
- infamer Räuber der Prinzessin von Nostria
Fertigkeiten
- meisterlich (5) - Verhandeln
- ausgezeichnet (4) - Waffengang (Äxte, Lange Klingen, Spieße, Wuchtwaffen); Zähigkeit
- erfahren (3) - Kraftakt; Menschenkenntnis; Willenskraft
- fortgeschritten (2) - Ausstrahlung; Handwerk (Seemannschaft, Seil-/Tuchmacher); Wildnisleben
- geübt (1) - Aufmerksamkeit; Athletik; Wissen (Geographie)
- Sprachen: Garethi, Thorwalsch
Gaben
- gerissener Schacherer: Bercht ist geübt darin, Verhandlungen zu führen; und in Verhandlungen ist die Wahrheit nicht immer die beste Begleiterin. Bercht kann in Gesprächssituationen seinen Verhandeln-Wert anstatt der Fertigkeit Täuschen einsetzen.
- zäher Hund: Bercht kann eine Menge einstecken und so schnell streckt ihn keine Anstrengung oder Verwundung nieder. Er kann eine zusätzliche mittlere Konsequenz nehmen.
- ein ganzes Leben in einer alten Truhe: Berchts gesamter Besitz, den er im Laufe seines Lebens angesammelt hat, passt in die alte Seekiste, die er in seiner Kajüte aufbewahrt. Er hat daher in der Regel immer einen passenden Gegenstand in der Nähe, um sich in schwierigen Situationen irgendwie behelfen zu können. Wenn er Zugriff zu seiner Kiste hat, muss er niemals einen Schicksalspunkt ausgeben, um adäquate, normale Ausrüstung (keine besonderen Gegenstände oder Dinge mit übernatürlichen Fähigkeiten) bei sich zu haben. Außerdem kann er pro Spielsitzung einmal einen besonderen Gegenstand aus seinen Kiste holen, der dann eine besondere Eigeschaft hat (Meisterarbeit, vielseitig einsetzbar, etc.).
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